Gedenktafel für Ethel Smyth

Es ist geschafft! Am 28.7.2022 wurde die Gedenktafel für Ethel Smyth in der Salomonstraße 19 in Leipzig feierlich enthüllt. Nach einer einführenden Rede enthüllte Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke gemeinsam mit der Dirigentin Eva Meitner und der Präsidentin des Zonta Club Leipzig Elster, Silvia Tolkmitt, die von der Leipziger Grafikerin Ina Henkel-Graneist gestaltete Gedenktafel. Frau Meitner hielt eine kurzweilige Laudatio, an der Ethel Smyth sicher ihre Freude gehabt hätte. Musikalisch untermalt wurde das Event von Frau Brunhild Fischer, die mehrere kurze Werke aus Ethel Smyths Feder auf der Querflöte darbot.

Damit ist das Ziel unseres Projektes erreicht, das Gedenken an die Komponistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth hier in Leipzig zu unterstützen – der Stadt, in der sie ihre Karriere begann und der sie zeitlebens zugetan war.

Wir hoffen, dass die neue optische Sichtbarkeit von Ethel Symth mit dazu beiträgt, dass ihre Werke auch in den Leipziger Musikhäusern häufiger auf den Spielplan kommen.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die dies ermöglicht haben. Wir danken auch der Stadt Leipzig für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Frau Eva Meitner, deren Vortrag in unserem Club im Frühling 2021 den Anstoß gab für diese Initiative.


Hier der Wortlaut unseres Spendenaufrufs von 2021:

Die Komponistin und Frauenrechtlerin muß in Leipzig sichtbar werden!

Miss Ethel M. Smyth (1858 – 1944)

Foto: Aimé Dupond, aus The Critic, vol. 42, 1903; public domain.


Bekannt sind ihre „Messe in D“ und die Oper „Der Wald“, die 1903 an der New York Met uraufgeführt wurde. Ihr wichtigstes Bühnenwerk, die Oper „The Wreckers“ hatte seine Uraufführung 1906 am Neuen Theater im geliebten Leipzig. Ihr „March of Women“ wurde 1911 zur Hymne der englischen Frauenbewegung.
Gegen den Willen ihrer Eltern hatte Ethel Smyth ihren großen Wunsch, am Leipziger Musikkonservatorium Komposition zu studieren, durchgesetzt. Voller Elan erreichte sie die Messe- und Musikstadt und schrieb am 28. Juli 1877 auf einer Postkarte
„Leipzig!! Here I am!!“
Ethel Smyth hielt sich mehrere Jahre in Leipzig auf, hatte engen Kontakt zum Leiter des Leipziger Gewandhausorchesters und zum Präsidenten des Leipziger Bachvereins. Sie lernte Clara Schumann, Anton Rubinstein, Max Friedländer, Edvard Grieg und Johannes Brahms persönlich kennen und war mit der jüngsten Tochter von Mendelssohn, Lili Wach, eng befreundet. Laut Autobiographie waren ihr die Jahre in Leipzig die schönsten ihres Lebens.

Obwohl die Qualität ihrer Arbeit auch von zeitgenössischen Musikerkollegen als herausragend anerkannt wurde, werden ihre Werke in der Musikwelt heute kaum beachtet – leider ein typisches Schicksal von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. Im März 2021 wurde ihre Symphonie „The Prison“ mit einem Grammy ausgezeichnet – 76 Jahre nach dem Tod der Komponistin.

Ethel Smyth in Leipzig zu ehren hat die Leipziger Ratsversammlung mit der Annahme einer Petition am 08.07.2020 bereits beschlossen. Die Stadt Leipzig hat die Gedenktafel zusätzlich in ihr Haus- und Gedenktafelprogramm aufgenommen. Standort wird einer der Wohnorte von Ethel Smyth in Leipzig sein.

Unser Club ruft dazu auf, für die Realisierung einer Gedenktafel für Ethel Smyth zu spenden. Binnen eines Jahres sollen 1.500,00 EUR akquiriert werden, damit 145 Jahre nach dem Eintreffen von Ethel Smyth in Leipzig am 28.07.2022 die Gedenktafel eingeweiht werden kann.
Spenden Sie an den gemeinnützigen Zonta Leipzig Elster e.V., Volksbank Leipzig, IBAN DE05 8609 5604 03079479 35, BIC GENODEF1LVB, Kennwort „Ethel“.
Jede Spende ist willkommen. Eine Spendenbescheinigung wird gerne ausgestellt.